Online-Gespräch mit Cihat Keskin (Rahmani Hoca)
Persönliches Gespräch auf Deutsch, Türkisch oder Englisch – per WhatsApp, Telefon oder Videoanruf. Danach erhalten Sie einen schriftlichen, auf Sie abgestimmten Plan mit Versen und Bittgebeten.
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Das Wort „Dschinn“ (arabisch dschinn, im Türkischen cin) leitet sich von einer Wurzel ab, die „verborgen sein“ bedeutet. Im Islam bezeichnet es Geschöpfe, die Allah erschaffen hat und die dem menschlichen Auge verborgen bleiben. Viele Muslime in Deutschland, Österreich und der Schweiz kennen das Thema aus der Familie, möchten aber wissen, was Koran und Sunna tatsächlich dazu sagen. Diese Seite fasst es mit Quellenangaben zusammen.
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Was der Koran über die Dschinn sagt
Der Koran erwähnt die Dschinn an vielen Stellen; eine ganze Sure (Sure 72, al-Dschinn) trägt ihren Namen. Über ihre Erschaffung heißt es:
„Und Er hat die Ginn aus einer unruhigen Feuerflamme erschaffen.“ (Sure 55:15, Übersetzung: Bubenheim/Elyas)
Und an anderer Stelle:
„Und die Ginn haben Wir zuvor aus dem Feuer des Glutwindes erschaffen.“ (Sure 15:27, Übersetzung: Bubenheim/Elyas)
Die Dschinn sind also aus Feuer erschaffen, der Mensch aus Lehm. Beide haben denselben Auftrag:
„Und Ich habe die Ginn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ (Sure 51:56, Übersetzung: Bubenheim/Elyas)
Daraus folgt ein wichtiger Gedanke: Die Dschinn sind keine eigenständigen Mächte neben Allah. Sie sind Geschöpfe mit eigenem Willen, unter ihnen gibt es Gläubige und Ungläubige.
Gläubige Dschinn: Sure al-Dschinn
Die Sure 72 beginnt mit einer Gruppe von Dschinn, die den Koran hörte und daran glaubte:
„Sag: Mir ist (als Offenbarung) eingegeben worden, daß eine kleinere Schar Ginn zuhörte. Sie sagten: Wir haben einen wunderbaren Qur’an gehört,“ (Sure 72:1, Übersetzung: Bubenheim/Elyas) „der zur Besonnenheit leitet; so haben wir an ihn geglaubt, und wir werden unserem Herrn niemanden beigesellen.“ (Sure 72:2, Übersetzung: Bubenheim/Elyas)
Diese Verse zeigen, dass Dschinn den Koran hören, verstehen und annehmen können. Der Koran ist für sie dieselbe Rechtleitung wie für die Menschen.
Der Satan und sein Stamm
Iblis, der Satan, gehört nach Sure 18:50 zu den Dschinn. Über ihn und seine Anhänger heißt es:
„O Kinder Adams, der Satan soll euch ja nicht der Versuchung aussetzen, wie er eure (Stamm)eltern aus dem (Paradies)garten vertrieben hat, indem er ihnen ihre Kleidung wegnahm, um ihnen ihre Blöße zu zeigen. Gewiß, er sieht euch, er und sein Stamm, von wo ihr sie nicht seht. Gewiß, Wir haben die Satane zu Schutzherren für diejenigen gemacht, die nicht glauben.“ (Sure 7:27, Übersetzung: Bubenheim/Elyas)
Der Vers erklärt, warum das Thema viele Menschen beschäftigt: Was man nicht sieht, lässt sich schwer einordnen. Der Koran antwortet darauf nicht mit Angst, sondern mit dem Weg der Zuflucht bei Allah.
Schutz durch Koran und Sunna
In den Hadithen werden bestimmte Verse und Bittgebete ausdrücklich als Schutz genannt:
- Ayat al-Kursi (Sure 2:255): Nach einem Bericht von Abu Huraira (Sahih al-Buchari 2311) bleibt, wer diesen Vers vor dem Schlafen liest, die Nacht über unter dem Schutz Allahs, und kein Satan nähert sich ihm bis zum Morgen.
- Die letzten beiden Verse der Sure al-Baqara (2:285–286): Wer sie in der Nacht liest, dem genügen sie (Sahih al-Buchari 5009, Sahih Muslim 807).
- Sure al-Baqara im Haus: Der Prophet sagte, der Satan fliehe aus dem Haus, in dem die Sure al-Baqara gelesen wird (Sahih Muslim 780).
- Die drei letzten Suren (112, 113, 114): Der Prophet las sie jeden Abend vor dem Schlafen, blies in seine Hände und strich damit über seinen Körper, dreimal (Sahih al-Buchari 5017).
- Allahs Namen beim Betreten des Hauses: Wer beim Eintreten und beim Essen Allahs gedenkt, dem sagt der Satan, er habe dort weder Unterkunft noch Abendessen (Sahih Muslim 2018).
Ein Tagesrhythmus, der sich leicht einhalten lässt
Für Berufstätige in Europa ist ein kurzer, fester Ablauf oft am besten: morgens und abends Ayat al-Kursi, abends die letzten zwei Verse der Sure al-Baqara und vor dem Schlafen die Suren 112–114. Das dauert nur wenige Minuten und folgt direkt der Praxis des Propheten.
Wie das Gespräch mit Rahmani Hoca abläuft
Cihat Keskin (Rahmani Hoca) hört Ihnen zuerst zu: Was erleben Sie, seit wann, und was wünschen Sie sich? Das Gespräch findet per WhatsApp, Telefon oder Videoanruf statt, auf Deutsch, Türkisch oder Englisch. Anschließend erhalten Sie einen schriftlichen Leseplan mit Versen, Suren und Bittgebeten, abgestimmt auf Ihren Alltag und Ihre Zeitzone. Fragen zum Plan können Sie jederzeit per WhatsApp stellen.
Weitere Themen auf Deutsch: Ruqyah auf Deutsch, Böser Blick (Nazar), Schwarze Magie lösen und Schwarze Magie: Symptome. Länderseiten (Türkisch): Deutschland, Österreich, Schweiz.
Häufige Fragen
Woraus sind die Dschinn erschaffen?
Nach Sure 55:15 und 15:27 aus Feuer – aus einer rauchlosen Flamme beziehungsweise aus dem Feuer des Glutwindes.
Gibt es gläubige Dschinn?
Ja. Sure 72:1–2 berichtet von Dschinn, die den Koran hörten, daran glaubten und Allah niemanden beigesellen wollten.
Welcher Vers wird zum Schutz am häufigsten genannt?
Ayat al-Kursi (2:255). Nach Sahih al-Buchari 2311 schützt er, wer ihn vor dem Schlafen liest, bis zum Morgen.
Ist Iblis ein Engel oder ein Dschinn?
Der Koran sagt in Sure 18:50, dass Iblis zu den Dschinn gehörte.
Kann ich das Gespräch auf Deutsch führen?
Ja. Gespräche sind auf Deutsch, Türkisch oder Englisch möglich, per WhatsApp, Telefon oder Videoanruf.
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