Online-Gespräch mit Cihat Keskin (Rahmani Hoca)
Persönliches Gespräch auf Deutsch, Türkisch oder Englisch – per WhatsApp, Telefon oder Videoanruf. Danach erhalten Sie einen schriftlichen, auf Sie abgestimmten Plan mit Versen und Bittgebeten.
Reinigung von negativer Energie (Türkisch) · Dua- und Vers-Arbeit (Türkisch) · Spirituelles Gespräch (Türkisch)
Der böse Blick – türkisch nazar, arabisch al-ʿayn – ist für viele Familien ein vertrautes Thema: das blaue Auge an der Wand, das „Maşallah“ beim Anblick eines Babys. Im Islam ist der böse Blick kein Aberglaube, sondern in authentischen Hadithen bestätigt. Gleichzeitig lehrt die Sunna klare Schutzgebete. Diese Seite stellt beides mit Quellen vor.
Sie möchten Ihre Situation direkt schildern? Schreiben Sie per WhatsApp oder rufen Sie an: +90 531 994 60 07.
Was ist der böse Blick?
Der böse Blick ist ein Schaden, der von einem bewundernden oder neidischen Blick ausgehen kann – nach islamischem Verständnis immer nur mit Allahs Erlaubnis. Der Prophet sagte: „Der böse Blick ist eine Tatsache“ (Sahih al-Buchari 5740). Nach einem Bericht von Ibn Abbas fügte er hinzu: Wenn etwas der göttlichen Bestimmung zuvorkäme, dann wäre es der böse Blick (Sahih Muslim 2188).
Der Bezug im Koran
Viele Koranausleger beziehen den folgenden Vers auf die Blicke der Gegner des Propheten:
„Diejenigen, die ungläubig sind, würden dich, wenn sie die Ermahnung hören, mit ihren Blicken wahrlich beinahe ins Straucheln bringen. Und sie sagen: Er ist ja fürwahr besessen.“ (Sure 68:51, Übersetzung: Bubenheim/Elyas)
Und in Sure al-Falaq wird ausdrücklich Zuflucht gesucht:
„und vor dem Übel eines (jeden) Neidenden, wenn er neidet.“ (Sure 113:5, Übersetzung: Bubenheim/Elyas)
Woran Menschen den bösen Blick festmachen
Die Quellen nennen keine feste Liste von Anzeichen. In Familien wird Nazar häufig vermutet, wenn sich etwas kurz nach einem Lob oder einer Feier plötzlich verändert: ein Kind, das nach einem Besuch unruhig wird; Erfolg bei der Arbeit, der abrupt endet; eine Freude, die nach dem Erzählen schnell vergeht. Im Gespräch wird gemeinsam betrachtet, wann es begann und wie es sich zeigt – mehr dazu unter Schwarze Magie: Symptome, wo auch die Abgrenzung erklärt wird.
Schutzgebete aus der Sunna
Zuflucht für die Kinder
Ibn Abbas berichtet, dass der Prophet für al-Hasan und al-Husain Zuflucht suchte mit den Worten: „Ich nehme Zuflucht bei den vollkommenen Worten Allahs vor jedem Satan, vor jedem giftigen Tier und vor jedem bösen Blick.“ Er sagte, so habe schon Ibrahim für Ismail und Ishaq Zuflucht gesucht (Sahih al-Buchari 3371).
Ruqyah gegen den bösen Blick
Aischa berichtet, dass der Prophet anordnete, bei bösem Blick Ruqyah zu lesen (Sahih al-Buchari 5738, Sahih Muslim 2195). Typisch sind die Fatiha, Ayat al-Kursi (2:255) und die Suren 112, 113 und 114. Die Schritte finden Sie unter Ruqyah auf Deutsch.
Die drei Schutzsuren am Abend
Der Prophet las jeden Abend die Suren 112, 113 und 114, blies in seine Hände und strich damit über seinen Körper, dreimal (Sahih al-Buchari 5017).
„Ma scha’ Allah“ beim Bewundern
Wer etwas Schönes sieht – bei sich selbst oder bei anderen – erinnert sich daran, dass es von Allah kommt. Der Koran gibt dafür den Satz aus Sure al-Kahf:
„Würdest du doch, wenn du deinen Garten betrittst, sagen: ,(Es sei,) was Allah will; es gibt keine Kraft außer durch Allah’! Wenn du auch siehst, daß ich weniger Besitz und Kinder habe als du,“ (Sure 18:39, Übersetzung: Bubenheim/Elyas)
Das blaue Auge und andere Bräuche
Das blaue Glasauge (nazar boncuğu) ist ein verbreiteter Brauch, aber keine Praxis aus Koran und Sunna. Islamische Gelehrte verweisen stattdessen auf die genannten Bittgebete. Der Prophet erlaubte Ruqyah, solange sie keine Beigesellung enthält (Sahih Muslim 2200) – der Schutz wird bei Allah gesucht, nicht bei einem Gegenstand.
Begleitung durch Rahmani Hoca
Im Gespräch per WhatsApp, Telefon oder Videoanruf – auf Deutsch, Türkisch oder Englisch – schildern Sie, was Sie beobachten. Cihat Keskin (Rahmani Hoca) stellt Ihnen danach einen schriftlichen Leseplan mit Schutzversen und Bittgebeten zusammen, auch für Kinder und die ganze Familie. Weitere Themen: Dschinn im Islam, Hodscha in Deutschland. Länderseiten (Türkisch): Deutschland, Österreich, Schweiz.
Häufige Fragen
Ist der böse Blick im Islam real?
Ja. Der Prophet sagte: „Der böse Blick ist eine Tatsache“ (Sahih al-Buchari 5740, Sahih Muslim 2188).
Welches Bittgebet lehrte der Prophet für Kinder?
Die Zuflucht bei den vollkommenen Worten Allahs vor jedem Satan, giftigen Tier und bösen Blick (Sahih al-Buchari 3371).
Welche Suren schützen vor Nazar?
Vor allem die Fatiha, Ayat al-Kursi und die Suren 112, 113 und 114, die der Prophet jeden Abend las.
Ist das blaue Auge (nazar boncuğu) islamisch?
Es ist ein Brauch, keine Praxis aus Koran und Sunna. Der Schutz wird bei Allah gesucht, durch Bittgebete und Verse.
Was sagt man, wenn man etwas bewundert?
„Ma scha’ Allah, es gibt keine Kraft außer durch Allah“, wie in Sure 18:39.
Gespräch vereinbaren
Schreiben Sie kurz, was Sie beschäftigt. Per WhatsApp schreiben oder anrufen: +90 531 994 60 07.